FORT - Aus dem Dorfbild verschwunden

Bild Bezeichnung und Geschichte

Haus Knabe

 

..1946 Zerstörung im Auftrag der sowjetischen Besatzer als Bodenreformmaßnahme
 

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v.l.n.r. Karla Freiberg; Irmgart Bötcher; Rudi Schuster; Ursula Hergt (Löbnitz); Georg Nohle;
Lisbeth Tröbner (Mölle); Siegfried Zimmermann; Karla König; Herbert Elle; Gertrud Räbisch;
???;
Ingrid Futterhecker;  ???; Rosa Müller;

Haus Walter Löbnitz


1946Zerstörung im Auftrag der sowjetischen Besatzer als Bodenreformmaßnahme
 

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Steg über die Ilm

zum Grundstück Knabe

wenige Meter flussaufwärts vor der alten Niedermühle
(heute Mühlenhof E. Weirich)
 

verfallen nach 1946;

endgültig entfernt
60er Jahre


Quelle: Rainer Saal
 

 

 

 

Knabe (Schafstall)

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Schule Zottelstedt


Die Schulgebäude in Zottelstedt wurden an Privat verkauft.
Die Schule wurde 1994 aufgelöst.
Die Kinder Zottelstedts besuchen nun Schulen in der näheren Umgebung.

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v.l.n.r. Gerd Futterhecker; hinten Ewald Nohle; vorn Walter Bilsing; hinten Horst Kühn;
vorn Günther Gläser; Walter Böttcher; Oskar Löbnitz; Klaus Ratzmann
 

 

Schenke
"Gasthof zum Löwen"
Zuletzt Inh. Nohle Martin+Jutta
 

Einstellung des Gaststättenbetriebes Anfang der 60er Jahre (?)
Danach "Tante Emma-Laden" und Abriss in den
70er? Jahren
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Bauerngehöft Kupfer
mit Bäckerei
Verkauf an Gemeinde und Abriss Anfang der 80er Jahre.
(mehr in Arbeit)

 

Obermühle

(Mehrere Besitzer; Bankeigentum
-->verpachtet Volkseigentum
nach 1945, nach 1990 verkauft
von der Gemeinde an Privat.
Mehrmals wechselten die Eigentümer danach.

 

Zuletzt genutzt als Kinderheim,
nun Privateigentum mit Wohnung und Firmensitz)

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Niedermühle
 

Zunehmend zerfallen
und dann Abriss wegen Baufälligkeit
.
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Aufnahme von ca.1956 ---    Pfiffelbacher Weg  vorn Rainer Hoffmann (Sohn "Butten"-Wirt), hinten Lydia Löbnitz

 

Gehöft Johann Orant
 

Das Gehöft wurde nach
dem 2. Weltkrieg als Landwirtschaftlicher Betrieb altersbedingt (und ohne Kinder)aufgegeben und nur noch als Wohnung genutzt.

Da keine Erhaltungsmaßnahmen vorgenommen wurden, verfiel der Hof.
Bereits stark verfallen kaufte es Karl Öhler Ende der 60er Jahre und riss es danach 1968 ? komplette mit Nebengelass ab.

Später errichtete dort sein Sohn Udo ein schmuckes Eigenheim


Kolonialhandel Nohle

 

Letztmalig als Fleisch- und Wurstwaren- Laden in den 70er Jahren genutzt.
Danach wurde der Laden vom Hauseigentümer Georg Nohle und seinen Kindern umgebaut und zum Wohnraum der Familie erschlossen.

 

 

 

 


Dorfbäcker Grundriss 1941


Bäckermeister Werner Mehnert und Ehefrau
langjährige Pächter der Zottelstedter Gemeindebäckerei


Dorfbäckerei

am Seiherturm

Die Dorfbäckerei war seit Jahrhunderten Eigentum der Gemeine und wurde im laufe der Jahrhunderte an mehrere Bäckermeister verpachtetet.
Inzwischen wurde das gemeindeeigene Bäckereigrundstück an Privat verkauft.

Der Eigentümer hat es zu einem attraktiven Mietshaus  mit mehreren Wohnungen umgebaut.

 

hier mehrere Seiten

Zottelstedter
Backhausgeschichten

und legendärer Werner Mehner


Hier fehlen Fotos - wer kann helfen?

Wohnhaus
Magdalene Schuster

 

Das kleine Häuschen , mit niedriger Deckenhöhe, wurde nach dem Tod der letzten Eigentümerin (Magdalena Berger) mit Nebengelass an Torsten und Ines Kludas verkauft, die dort ein schmuckes Eigenheim für ihre Familie errichteten.

 

 



Skizze zum Bauantrag 1928:



Abnahme nach Fertigstellung im Juni 1928:


Schiessstand
am Pfiffelbach
 

Der Bauantrag wurde im  März 1928 vom Kleinkalieber-Schießsport-
Verein-Zottelstedt
eingereicht. Die Baugenehmigung wurde kurzfristig erteilt, im Herbst 1928 war das Projekt vollendet.
Hier Dokumente zum Bauantrag incl. Grundriss.

 

 

 

 des Schießstandes vom Großherzoglichen Sächs. Direktor des 2. Verwaltungsbezirkes an die Gemeindevertretung Zottelstedt.

Das Errichtungsjahr 1928 ist über dem Eingang des Unterstandes eingehauen, wo die Schießscheiben hochgestellt bzw. abgenommen wurden.

 

Das Gebäude war 5m breit und 4m lang. Geschossen wurde auf 50m auf 4 Bahnen mit Kleinkalieber. Man konnte auf Pritschen liegend schießen oder  auf der Brüstung aufliegend oder an den Säulen anliegend oder auch stehend ohne Auflage schießen.

Auch Armbrust-Wettkämpfe fanden statt.

Auf der Seite zum Bach war die Eingangstür, die mit einem Vorhängeschloss gesichert war.
In Schussrichtung gab es zwei große Luken, über die gesamte Breite des Standes, mit Scharnieren an der Decke, die bei Betrieb von innen entriegelt wurden. Sie konnten 90 Grad nach oben geklappt werden und  Stempel wurden darunter eingerastet. So waren sie gleichzeitig Blendschutz und Kugelfang nach oben.
Linker Kugelfangschutz in Schussrichtung war der natürliche Hang und rechts war ca. 7m eine 12er Mauer, stabilisiert mit passenden Doppel -T-Trägern.
Um zum Unterstand und den Zielscheiben zu kommen, musste man den Stand durch die Eingangstür verlassen, um den Stand gehen und den Pfad links neben dem Gebäude und der Schutzmauer nutzen.
In der Nachkriegszeit (2.WK) bis in die 1970er Jahre
?, wurde der Schießstand von der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) genutzt. Die Waffen verwaltete der in Zottelstedt wohnende Gustav Kliemas.

Meist an den Wochenenden, wenn Gustaf ankündigte nächsten Sonntag kann geschossen werden oder wenn wir Lust hatten und zu ihm gingen und ihn aufforderten, waren wir stolz die Gewehre zum Stand zu tragen und dann wurde um die Wette geschossen und um  die best Ringausbeute gekämpft.
Gustaf erklärte uns den Umgang mit der scharfen KK-Waffe und insbesondere niemals auf einen Menschen halten..., immer davon ausgehen, dass die Waffe scharf ist, war die von ihm vorgegebene zu beachtende Grundregel....
Dann rauchte er seine Zigarre und beobachtet gelassen unser Schuljungen-Treiben. Wir waren immer sehr diszipliniert und Gustav musste nie einschreiten.
 In die GST brauchte niemand von uns eingetreten. Gustaf rechnete da irgendwas ab...
Manchmal wurde KK-Munition von uns entwendet, um sich eine eigene Waffe zu basteln oder um zu experimentieren.

Alle Jungs im Dorf gingen gerne zu Gustav auf den Schießstand.
Als Gustaf zu alt und gebrechlich für diese Aufgabe war, wurde der Schießstand geschlossen.


Das Gebäude wurde dann von Tierhaltern als Stallung genutzt und verfällt seitdem. Der Unterstand bei den Zielscheiben wurde zugeschüttet oder ist eingefallen.


Schleichender Verfall....
Foto Frühjahr 2022
-
Darunter Skizze zum Bauantrag
aus dem Jahre 1928 (20.03.1928)
mit Stempel des
Kleinkaliber-Schießsport-Vereines
und Unterschrift des Vereinsvorsitzenden

-
Darunter Abnahme nach Baufertigstellung im Juni 1928

 

Hier fehlen Fotos - wer kann helfen?

 

Bauerngehöft
Schuster Rino/Karl

 

(mehr in Arbeit)

 

KONSUM
Lebensmittelverkaufsstelle

bis Anfang der 90er Jahre betrieben (zuletzt Ute Schnellert, vorher Konsumgenossenschaft)


In 70er Jahren gebaute KONSUM- Lebensmittelverkaufsstelle

mit Gemeindeamt und darüber Versammlungsraum.

Das Gebäude besteht weiterhin nur KONSUM und gelbe Telefonzelle mit Münzautomat der Deutschen Post gibt es nicht mehr.
PKW-Mobilität mit Einkaufsmöglichkeiten in Supermärkten haben die KONSUM - Verkaufsstelle  überflüssig gemacht.
Private Telefonanschlüsse in den Haushalten machten die Telefonzelle unrentabel.

Die Fläche des ehemaligen Konsum wird heute als Mehrzweckraum der Gemeinde genutzt.

Den Lagerräume nutzt jetzt die Feuerwehr.

Mehr Infos zum KONSUM


Friseur-Bude Scheiding

 

Zwischen Zottelstedt und Mattstedt gab es eine Friseurbude aus Holz. Die männlichen Einwohner Zottelstedts und Mattstedts ließen sich hier vom Friseurmeister Heinz Scheiding und seinem Vater Fritz, ebenfalls Friseurmeister auf den zwei mondänen ledernen Friseurstühlen einen Rund- oder Fassonschnitt verpassen. Aber auch Mädchen wurden die Haare nach Wunsch gekürzt. Bartmänner ließen sich hier ihren Bart stutzen und in Form bringen. Auch aus Niederroßla kam viel Kundschaft in Scheidings Barbierstube.
Es roch dort immer kräftig und für uns Kinder angenehm nach Pomade und Rasierwasser. Besonders interessant waren die ausgelegten illustrierten und Zeitschriften, wie das Magazin mit schönen Nackedeis und interessanten Fotos. Die Wartezeit ging so ziemlich schnell vorbei. Und man ging als Kind gerne dort hin.

Bei mir war Schluss mit Besuchen in der Friseurbude, als Heinz Scheiding 1969 mir meine mühsam erstrittenen langen Haare abschnitt und ich mit einem kurzen Rundschnitt vom Friseurstuhl verärgert aufstand. Der Friseurmeister erklärte mir, dass ihn das mein Vater so aufgetragen habe.

Den Friseurbetrieb gaben die Scheidings in den 70er
? Jahren auf. Familie Fuhr, als Grundstückskäufer, nutzte die Friseurbude danach als Gartenlaube.

Heute steht an dieser Stelle ein schönes Eigenheim der Familie Hanisch. Mit Beginn des Eigenheimbaus, wurde die Friseurstube dann abgerissen.
Fotos: Familie Hanisch

 

 

Dorfschmiede

 Fotos und  10-seitiger Textbeitrag:
von Familie Rost Uwe
und Ellen (geb. Scholz)

 

Die Geschichte vom Schmiedemeister
Karl Härtel
zum Schmiedemeister
Oswald Scholz

weiter zum Schmiedemeister
Herbert Scholz
bis zur Stilllegung der Schmiede,

mit Bekanntmachung vom 16.09.1960 im Schaukasten des Bürgermeisters, beschreibt hier Uwe Rost.

 

Das Schmiedegrundstück mit Wohnhaus, Schmiede und Nebengelass wurde nach Herberts Tod von seinen Töchtern, die der Liebe folgend verzogen sind, verkauft.

 

Die neue Eigentümer haben die Schmiede 2021 abgerissen und sanieren das Grundstück zu einer Wohnanlage.


Auf dem nahe gelegenen "Hoppberg", neben der Hoppberhütte, wurde von den Hütern der Zottelstedter Tradition ein "Schmiededenkmal" gesetzt.

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Der Weg der "Scholzens" nach Zottelstedt mit Geschichte der Dorfschmiede,

hier ausführlich auf 10 Seiten

 

Friedhof um Kirche

 

Alle Grabsteine, die viel über Zottelstedts Geschichte berichten könnten, wurden entsorgt.


 Gänseplatz
Wintersport Bobbahn

Der Gänseplatz

Ab Frühlingsbeginn, mit dem Ausbrüten der Enten- und Gänseküken auf den Bauernhöfen, begann die Nutzung des Gänseplatzes durch die Bauern und Kleintierhalter des Dorfes. Die Küken und Muttertiere bekamen einen wasserfesten Farbkleks auf den Kopf. Jeder Bauer hatte da seine Farbe, um seine Gänse oder Enten kenntlich zu machen. Dann erfolgte jeden Morgen der Austrieb der Muttertiere mit ihren Küken zum Gänseplatz. Gegen Abend wurden sie wieder abgeholt, nachdem sie sich im Bach und der Wiese unbeaufsichtigt tummelten und frisches Gras zupften. Das Austreiben zum Gänseplatz und Abholen war meist Aufgabe der Bauernkinder oder der Alten. Abends bekamen die Küken dann eine Nachfütterung, feingehackte Brennnessel oft mit überschüssigen gekochten zerkleinerten Eiern verfeinert. Wenn die Tiere älter waren, wurden dem feingehackte Brennnesseln geschrotetes Getreide und gedämpften Kartoffeln hinzugefügt.

Auch das regelmäßige Sammeln und Rupfen der Brennnesseln war eine Aufgabe der Bauernkinder.

Das Austreiben und Abholen war aber nur wenige Wochen nötig. Dann kannte das Federvieh den Weg zum Gänseplatz und kehrte am späten Nachmittag selbstständig zurück, da es auf dem Hof dann eine die leckere nahrhafte Nachfütterung gab. Frühs brauchte dann nur noch die Hoftür geöffnet zu werden und ab ging die Geflügelschar mit großem Geschnatter im Eilschritt zum Gänseplatz und gegen Abend standen sie schimpfend vor der Hoftür, wenn nicht gleich geöffnet wurde.

Das ging jeden Tag so bis in den Spätherbst, bis zur Schlachtung. Nur einige Zuchttiere wurden übrig gelassen für die Nachwuchszucht im nächsten Frühjahr. Solange es die Witterung zuließ, wurden auch die Zuchttiere weiterhin auf den Gänseplatz gelassen.

Ab dem ersten Schnee und Eis wurde der Gänseplatz zum Wintersportparadies der Kinder. Der Hang vom Wersdorfer Weg zum Bach hin wurde zu Ski- und Rodelpisten. Unterschiedlich steile Bahnen boten für Kleinkinder und die Halbstarke ideale Abfahrten. Günter Rost schachtete eine S-Bahn – ähnlich einer Bobbahn- aus. Von ganz oben trauten sich nur die Mutigen zu starten. Die Ängstlichen und Kleinen nutzten den Start weiter unten oder eine andere leichtere Bahn. Eine Aufsicht gab es nicht, Streitigkeiten regelte man unter sich. Ab und an landete auch mal ein Schlitten vor einem Baum und es floss Blut. Ein Pflaster kam auf die Platzwunde und weiter gings…..

 


Wartehalle/Post/Feuerwehr

 

Im Rahme des NAW (Erklärung Wikipedia)wurde das Gebäude in den 60er Jahren ? als Wartehalle (für den Busverkehr von und nach Apolda) in freiwilligen Aufbaustunden von Bürgern Zottelstedts erbaut. Es gab keine Tür im Gebäude.

Später wurde das Gebäude als Poststelle umgebaut und genutzt.

Mit Auflösung der Poststelle Zottelsedt übernahm die Freiwillige Feuerwehr Zottelstedt das Gebäude, um dort ihre Kleidung und Schutzausrüstungen einzulagern.

Später ? wurde das Gebäude abgerissen

 

 



Hier fehlen Fotos vom Bad/Badebetrieb - wer kann helfen?


BAD

Ilm-Wehr mit Schleuse
für Obermühle

 

2019 abgerissen

Link mit Begründung für den Abriss:
EU-Fördermittel abfassen

(mehr in Arbeit, Bürger haben sich erfolglos gewehrt)

4 Pumpen, jede förderte 300 Kubikmeter Wasser je Stunde 
und
jede verbrauchte132 kWh . Eine separate Überlandleitung war zur Stromversorgung nötig.
 

Auffüllen eines Beckens

mit 10.000 Kubikmeter Ilmwasser,
bei Ködderitzsch (über 2km Pumpweg)

zwecks Beregnung der Felder.

Idee 1973
Bau 1979/1980
Ende 1991

 

Pumpstation Ilm

für Beregnungsanlage
Von der Idee 1973 in der
Ing. Arbeit von Lothar Burkhardt,
der einige Nummer größeren Umsetzung 1079/80 und Nutzung durch das Team um Karl Öhler,
bis zur Stilllegung und Demontage
 

hier 4 Seiten von der Idee

 


Betrieb- und Abriss-Fotos sollen folgen.

 

   

Sammelstelle für Milchtransport der Zottelstedter Bauern
zur Molkerei in Apolda
hier Fuhrunternehmer Wilfried Futterheckerund Bauer Oskar Wiedemann
im Hintergrund die Dorfbäckerei.
Die Milchrampe
Morgens um 6:30 Uhr wurde die von den Bauern produzierte Milch von der Milchrampe abgeholt. Sie wurde in die  Molkerei Apolda zur Weiterverarbeitung mit Pferde-Fuhrwerk und später mit motorisierten Fahrzeugtransportern gebracht. Die Milchrampe war dafür die die zentrale Abholstelle im Dorf. Die Kühe mussten so früh zeitig das zweite Mal nach dem abendlichen Melken, gemolken sein. Die Bauern füllten die gemolkene und gefilterte Milch in Ihre großen Milchkannen. Sie waren auslaufsicher, fassten max. 40 Liter und waren aus Aluminium. Jeder Bauer beschriftete seine Kannen mit seiner Hausnummer.
Die abends gemolkene Milch musste in der warmen Jahreszeit gekühlt werden. Dies geschah in großen Wasserbottichen, in die die Milchkannen dann abends gestellt wurden.
Mit dem Handwagen wurden die vollen Kannen vom Kuhstall des jeweiligen Bauern zur Rampe gebracht und musste dort oben pünktlich zur Abholung bereit stehen.

Den Handwagen ließen die meisten Bauen gleich unter der Rampe stehen, da die zurückgebrachten leeren Milchkannen bereits wenige Stunde später von da wieder abgeholt werden mussten.

Die Milchrampe war komplett aus Holz gefertigt. Die Abstellfläche bestand aus sehr dicken Eichenbohlen. Um auf die erhöhte Abstellfläche zu kommen gab es eine Holztreppe.
Die Milchrampe stand gegenüber der Gemeindebäckerei.

Die Molkerei wies dann am Monatsende die gelieferte Milchmenge mit dem gemessenen Milchfettanteil für jeden Bauern pro Tag aus und überwies die Gesamtsumme des Monats zum vereinbarten Milchpreis je Liter an den Bauern. !958 wurden 71 Pfennige für den Liter Milch an die Bauern gezahlt.

Mit Integration/Zusammenschluss der Einzelbauern in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft wurde die Milchproduktion später aus dem Dorf ausgelagert und die Milchrampe verlor seine Bedeutung. Sie blieb aber noch, als Kinderspielplatz genutzt, mehrere Jahre stehen, bis sie dann morsch und aus Sicherheitsgründen 1976 abgerissen wurde.

Auch dezentrale kleine Milchrampen gab es  kurzzeitig vor dem Bauernhöfen von Karl-Heinz Voigt und Oskar Löbnitz.