Unsere Kirchturmglocken

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Die Große Glocke
 


Sie wurde von der Firma Schilling und Lattermann im Jahre 1955 aus Eisenguss mit 2 weiteren Glocken für Zottelstedt gegossen und eingesetzt.
Der damalige Pfarrer unserer Kirchgemeinden Zottelstedt/Mattstedt namens Liebe sagte zornig bei der Bestellung der 3 Glocken durch die Kirchgemeinde Zottelstedt:"Wir nehmen eine Eisenglocke, die wird uns vermutlich nicht wieder genommen!"


Um die Lücken im Glockenbestand der Nachkriegszeit wieder zu füllen, gründete der Glockengießermeister Otto Schilling aus Apolda und der Hammerwerksbesitzer Gottfried Lattermann aus Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland 1918 eine OHG (Offene Handelsgesellschaft) zum Zwecke des Gusses und Vertriebs von Hartgussglocken für Kirchen, Schulen und ähnliche Einrichtungen unter der Firmenbezeichnung
Schilling & Lattermann. Der Sitz war Apolda, die Dauer der Zusammenarbeit wurde bis 1927 festgelegt. Sie bestand jedoch bis 1966. Die Führung der Geschäfte stand nur dem Gesellschafter Schilling zu, der den gesamten Vertrieb der Glocken, die Werbung, die zur Erlangung von Aufträgen erforderlichen Reisen, den Abschluss der Lieferverträge und dergleichen übernahm.


Angaben zur Glocke.
Sie hat ein Gewicht von 1286 kg.
Sie misst im größten Durchmesser 1445 mm.


Der Schlagton der Glocke wurde mit f1 angegeben.


Beschriftung:
Auf der Glocken-Schulter zwischen zwei Reifen steht der Text:
GLAUBE – Wachet, stehet fest im Glauben/
Auf der Glocken-Flanke steht der Text:
GEGOSSEN ALS ERSATZ// FÜR DIE ALTE GLOCKE//VON 1503 MIT DEN// BEIDEN ANDEREN// GLOCKEN AD 1955// GESTIFTET VON DER// KIRCHGEMEINDE// ZOTTELSTEDT/


Vorgänger dieser Glocke:
1503
Bronzeglocke - Gießerei  unbekannt; 
1748 Bronzeglocke Johann Christoph Rose (Apolda. Diese Glocke wurde im 1 Weltkrieg konfisziert und eingeschmolzen für die Kriegswaffenindustrie;
1925 Bronzeglocke Franz Schilling Söhne (Apolda);
1942 eingeschmolzen
- dieses mal für den 2. Weltkrieg.

 

Die Mittlere Glocke

 


Sie wurde von der Firma Schilling und Lattermann im Jahre 1955 aus Eisenguss gegossen und war Bestandteil der Bestellung mit der Großen Glocke (siehe Große Glocke)


Angaben zur Glocke.
Sie hat ein Gewicht von 680 kg.
Sie misst im größten Durchmesser 1130 mm.


Der Schlagton der Glocke wurde mit a1 angegeben.


Beschriftung:
Auf der Glocken-Schulter zwischen zwei Reifen steht der Text:
 HOFFNUNG – Christus ist unsere Hoffnung/

Auf der Glocken-Flanke ist als Relief das Christuszeichen (PX) dargestellt.


Vorgänger dieser Glocke:
1503 Bronzeglocke von Heinrich
Ziegler in Erfurt gegossen;
Die Mittlere Glocke wurde in der Zeit der Weltkriege nicht abgenommen und der Kirchgemeinde gelassen.
So "humman" war man. Eine Glocke durfte bleiben
1955 Abnahme beim Einbau der 3 neuen Eisenglocken  
1956 Verkauf an die Martinskirche in Apolda

 

Die Kleine Glocke

 

 

Sie wurde von der Firma Schilling und Lattermann im Jahre 1955 aus Eisenguss gegossen und war Bestandteil der Bestellung mit der Großen Glocke (siehe Große Glocke)


Angaben zur Glocke.
Sie hat ein Gewicht von 356 kg.
Sie misst im größten Durchmesser 935 mm.


Der Schlagton der Glocke wurde mit c2 angegeben.


Beschriftung:
Auf der Glocken-Schulter zwischen zwei Reifen steht der Text:
LIEBE – Bleibet in der bruederlichen Liebe/

Auf der Glocken-Flanke ist als Relief das Christuszeichen (PX) dargestellt.


Vorgänger dieser Glocke:
1503 Bronzeglocke von Heinrich
Ciegler in Erfurt gegossen;
Die Mittlere Glocke wurde in der Zeit der Weltkriege nicht abgenommen und der Kirchgemeinde gelassen.
So "humman" war man. Eine Glocke durfte bleiben
1955 Abnahme beim Einbau der 3 neuen Eisenglocken 
1956 Verkauf an die Martinskirche in Apolda